"Andy Armstrong, der Kontrabassist der Mondbande, war spontan im Studio zu Gast, während der Rest am Soundchecken war. Am selben Abend spielten sie im Stragula, einer Wirtsstube in der Nähe vom Heimeranplatz.
Gute Neuigkeiten! ihr Debüt songs we like to listen to while traveling through open space, das sie bisher im selbstverlag vertrieben, wird im augustus in deutschland, schweiz und österreich verscheinen.
folk aus münchen und der upright bass muscle man im studio!
auftreten aufspüren kann man sie bei warmem wetter auf den stufen am königsplatz, diesen freitag im feierwerk, tags darauf beim greenfarmfest mit highland games in hallbergmoos.
neue lieder sollen im august aufgenommen werden. letztes mal fuhren sie dafür in die böhmische schweiz. saiteninstrumente zuhauf mit dabei, neue finden sie auf dem flohmarkt. produziert wurde unter freunden. und bei drei grafikern in der bande ist die liebevolle visuelle aufmachung der compact disc, der seite im dickicht des netzes nicht verwunderlich. liedtexte im booklet, dazu akkorde und bei angestrengtem üben das versprechen der herausbildung eines zusaätzlichen fingers, um den sechs saiten beizukommen. und wenn man lieder wie das unbeschwert naive sitting in the top of a tree hört, greift man intuitiv nach der gitarre, klatscht mit, fällt ein in den gesang.
unbeschwert, beschwingt klingen sie - gar wenn sie den blues haben. die gezupfte mandoline, getragen von gitarren, kontrabass und zurückhaltender perkussion macht den klang flinker - nicht dass die gitarren monoton schrammeln würden, nein! sie zupfen behände. dazu kommt noch der mehrstimmige gesang. der klang der beiden männlichen stimmen eugens und chris' vermischt mit der von katrin erinnert manchmal an das duett oh my sweet carolina von ryan adams und emmylou harris - auch wenn emmylou die töne sehr dehnt. die verwandtschaft mit ryan adams' folk steigert sich ja vielleicht noch mit den neuen liedern - falls zB lap steel wie bei den cardinals zum dauereinsatz kommt, im zusammenspiel mit banjo oder eben mandoline müsste sich das auch gut anhören. oder als neuerung verworren auf deutsch zu singen wie fink..
aber zuerst gilt es ihr debüt zu entdecken. paradebeispiel boogeyman; toller, akustischer klang. der kontrabass und der gesang geben dem stück groove, dann on top eine hohe melodie auf der mandoline, ein bisschen speeding up, rhythmus akzentuierter und eine weitere stimme hinzu.
hoffentlich sitzen sie weiterhin beisammen und musizieren und denken sich ob umständlicher versuche ihren klang zu ergründen - we don't care."
Jan-Martin Zollitsch, Samstagsmisch (M94,5), 12. Juni 2010